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Weniger iPhone – mehr Atmen

Auf der Toilette, an der Haltestelle, in der Bahn, in der Warteschlange, im Café.

Das Smartphone hat uns fest im Griff und beherrscht unsere Aufmerksamkeit.

Wir sind so sehr an die ständige Verfügbarkeit von Informationen, Unterhaltung und Waren gewöhnt, dass wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit an unseren kleinen Taschencomputer festklammern.

Darin finden wir so viel Halt, dass uns etwas Besseres kaum noch einfällt.

“Die Gedanken sind frei, niemand kann sie erraten…”

– Diese Zeiten sind längst vorbei.

Welcher Science Fiction Autor hätte sich ein derartiges Szenario in der Vergangenheit ausdenken können – und wie hätten wir wohl darauf reagiert?

Diese Frage müssen wir uns in zehn Jahren nicht erneut stellen.

Die Serie “Black Mirror” zeigt uns heute eine erschreckende Welt von Morgen. Wahrscheinlich werden viele der darin gezeigten Dystopien irgendwann Realität.

Die Technologie ist bereit und wir Menschen mittlerweile stumpf genug. Was uns von den Schauspielern der Serie noch unterscheidet sind die letzten Funken Gemeinschaftssinn, Demokratiebewusstsein, Moral und Datenschutzbedenken.

Aber werden unsere Kinder sich darüber noch Gedanken machen? Sind sie dazu überhaupt noch in der Lage?

Wie wollen und können wir heute darauf reagieren?

Anstatt mich an meinem iPhone festzuklammern und darin Befriedigung für meinen Durst nach Informationen zu suchen, werde ich in den kommenden Tagen einfach atmen.

Jedes Mal wenn sich meine Hand in der Tasche um das Gerät schließt, werde ich atmen.

Ganz langsam und bewusst.

Einatmen – Ausatmen – Nachdenken – Handeln

Bewusstsein ist der erste Schritt zur Besserung.

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer das Glück gesucht und Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten. Im Moment meistert er die Herausforderungen eines Product Owners in der Business Intelligence der OTTO Group. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit seiner Ukulele, Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Hier erfährst Du mehr über Andreas und seine Motivation. Wenn Du über neue Beiträge informiert werden möchtest, kannst Du Andreas auf Twitter folgen.