Suche
Suche Menü

Mit Gadgets zu mehr schöpferischem Freiraum

Wie kann ich Gadgets nutzen, um mich besser zu organisieren und schöpferisch tätig zu sein?

Smartphones, Tablets und Computer werden von vielen Menschen nur für Unterhaltungszwecke, simple Spielereien und zum bequemen Online-Shopping eingesetzt. Manchmal werden damit noch Schlagzeilen gelesen oder etwas recherchiert. Aber natürlich lässt sich mit diesen kleinen Supercomputern, die in unseren Alltag Einzug gehalten haben, nicht nur konsumieren, sondern auch etwas produzieren und gestalten.

Denn durch den bewussten und zielgerichteten Einsatz, können diese Geräte uns sehr gut dabei unterstützen schöpferisch tätig zu sein. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung besteht darin, einerseits den Strom von Informationen, Aufgaben und Terminen zu kanalisieren und sich andererseits nicht zu stark durch den Gebrauch von Technologien vereinahmen zu lassen. Digitale Begleiter eignen sich hervorragend dazu, die täglichen Aufgaben zu bewältigen und mehr Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen. Aber trotz der vielen Anwendungsfälle sind es nur Werkzeuge. Nicht mehr und nicht weniger. Ich erwähne diesen Gedanken, weil technikbegeisterte Menschen dazu neigen, sich einfach weil es ihnen Spaß macht, mit elektronischen Geräten zu beschäftigen. Dadurch wird die Auseinandersetzung mit der Technik allerdings schnell zum Selbstzweck und der Mensch läuft dabei Gefahr, sich und sein Denken den Werkzeugen unterzuordnen. Dieses Verhalten hindert uns daran, uns selbst zu verwirklichen. Dafür müssen wir Menschen die Technik meistern und sie als Werkzeug beherrschen. Dann sind wir nicht mehr auf den Status eines Konsumenten oder Anwenders reduziert, sondern werden zu Schöpfern von etwas Neuem.

Wer es schafft, das alltägliche Chaos zu organisieren, der hat mehr Raum für schöpferisches Handeln und kann sich darauf konzentrieren, zu kreieren anstatt permanent zu reagieren.

Wie also nutze ich mobile Geräte, um meine Projekte voran zu treiben, Ideen zu verfolgen und mich damit selbst zu verwirklichen?


Texte schreiben und Gedanken formulieren

Mein iPad ist in Kombination mit einer physikalischen Tastatur der perfekte Alltagsbegleiter, um Entwürfe für Artikel, längere E-Mails oder einfach nur meine Gedanken nieder zuschreiben. Da ich täglich mit der Bahn fahre, kann ich diese Zeit nutzen, um erste Entwürfe runter zu tippen und bestehende Texte zu überarbeiten. Zum Schreiben verwende ich iA Writer (im Nachtmodus) und meine Dateien werden via Dropbox im Hintergrund synchronisiert.

Vorteile des iPads:

Zu den wichtigsten Vorteilen des iPads zählt, dass ich innerhalb weniger Sekunden damit arbeiten kann, der Akku über mehrere Tage hält und es sehr leicht ist. In Kombination mit dem Logitech Type+ Case wiegt mein iPad Air ingesamt nur 874 Gramm. Wenn ich nicht gestört werden möchte, aktivere ich den Stumm-Modus und vermeide somit alle Notifications. Außerdem ist darauf angenehme Musik gespeichert, die ich beim Schreiben hören kann. Der Night Shift Modus sorgt dafür, dass ich mir am Abend nicht die Augen verderbe und keinem grellen Screen ausgesetzt bin. Da dass iPad keinen Lüfter besitzt, ist es im Vergleich zu Laptops nicht hörbar. Weitere nicht zu unterschätzende Pluspunkte sind die sehr gute Autokorrektur, die frei konfigurierbare Textersetzung, so wie die Texteingabe per Diktierfunktion.

Insgesamt ist das ein sehr angenehmes Setup mit dem ich das so genannte „Distraction Free Writing“ gut auf dem iPad umsetzen kann.

An der Logitech-Hülle klemmt außerdem ein günstiger Touchpen von Amazon Basics. Damit kann ich in der Apple eigenen Notiz-App kleine Skizzen anfertigen.

Alternative:

Wer Apple nicht mag oder wem das iPad zu teuer ist, für den kann ein Chromebook eine gute Alternative für die mobile Arbeit darstellen. Das leichteste mir bekannte Chromebook wiegt ebenfalls knapp unter 900 Gramm. Ein Bekannter von mir verwendet ein Chromebook um seine gesamte Doktorarbeit zu verfassen und schwärmt von der schnellen Einsatzbereitschaft und langen Akkudauer. Außerdem werden seine Daten ohne manuellen Aufwand zuverlässig zwischen allen Geräten synchronisiert und Google Docs bietet eine hervorragende Revisionshistorie. Allerdings muss man bei der Verwendung des Chromebooks damit leben, dass alle Daten, Gedanken und Ideen bei Google liegen. Wer für das Netz schreibt und seien Texte dort veröffentlicht, sollte damit aber ohnehin kein Problem haben, da Google bekannter Weise alle Webseiten indiziert.

Natürlich gibt es noch viele andere Alternativen, aber das iPad mit Tastatur oder ein Chromebook sind für mich zur Zeit die besten Lösungen, um unterwegs an längeren Texten zu arbeiten.


Inbox für Todos

Ich bin ein großer Fan der Getting Things Done Methode. Eine wichtige Komponente dieses Systems stellt der „Eingang“ dar, in dem alle aufkommenden Todos gesammelt werden, um sie dann später zu filtern und weiter zuverarbeiten. Für diese Aufgabe verwende ich die App OmniFocus auf dem Mac, dem iPad und meinem iPhone.

Die wesentlichen Vorteile bestehen für mich darin, dass der Eingang zwischen allen Geräten synchronisiert wird, das Hinzufügen neuer Aufgaben auch unterwegs unkompliziert von der Hand geht und ich auch per Mail neue Einträge in den Eingang befördern kann. Und dort liegen sie dann für den nächsten Arbeitsschritt bereit.


Organisieren von Aufgaben

Die gesammelten Ideen und Aufgaben werden dann auf dem Mac oder iPad in OmniFocus nach der Getting Things Done Methode weiterverarbeitet. In diesem Schritt werden sie Kontexten und Projekten zu gewiesen, terminiert und priorisiert. Damit schafe ich es alle Anforderungen, die im Alltag auf mich einprasseln, zu sammeln und zu organisieren.


Reminder für ToDos und Termine

Aber mit dem Erfassen und Organisieren von Aufgaben ist es natürlich noch lange nicht getan. Denn ohne Umsetzung bringt das beste Organisationssystem nichts. Aber wer von uns schaut schon täglich und das auch noch gerne in seine Todo-Liste? Um mir diesen Schritt so oft es geht zu ersparen, lasse ich mich von OmniFocus auf dem Smartphone und auf meiner Pebble an meine Aufgaben erinnern. Spätestens am Ende des Tages gibt es dann eine Review aller Einträge und was nicht geschafft wurde, wird neu terminiert.


Terminkoordination

Für die Koordination meiner Termine (und meiner Kontakte) verwende ich OwnCloud, welches ich auf einem eigenem Server hoste. Damit lassen sich Termine bequem zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren und ich habe außerdem die Möglichkeit für einzelne Personen eigene Kalender anlegen.
Die Kalendereinträge lösen dann rechtzeitig Benachrichtigungen auf meinen mobilen Geräte aus, so dass ich keine Termine verpasse. Darüberhinaus zeigt ein Widget au dem Sperrbildschirm meines Multimedia-Tablets, anstehende Termine an. Damit habe ich jedes Mal wenn ich den Bildschirm entsperre, die Möglichkeit mir einen Überblick zu verschaffen. Allerdings filtere ich auf diesem Screen, so dass mir hier nur Geburtstage angezeigt werden. Dadurch vermeide ich eine Art Abstumpfung, die sich auf Dauer gegenüber Erinnerungen einstellen könnte.


Kollaboratives Arbeiten und Teilen von Dokumenten

Um Präsentationen, Entwürfe und Dokumente zwischen Teammitgliedern zu teilen, verwende ich entweder Google Drive oder Dropbox. Wobei für mich beim kollaborativen Arbeiten an den Möglichkeiten von Google Drive (leider) kein Weg vorbei führt. Denn damit kann ich auf allen mobilen Endgeräten arbeiten und meine Ergebnisse direkt mit anderen teilen.


Datenerfassung mit der Pebble

Um bestimmte Aktionen in meinem Leben, wie zum Beispiel Reisen oder Treffen mit besonderen Personen, zu protokollieren, verwende ich meine Pebble in Kombination mit der App HTTP Push. Damit sende ich Ereignisse an Google Analytics, die ich dann später auswerten kann. Dadurch ermögliche ich mir den manche Bereiche meines Lebens etwas besser nachzuvollziehen. Google ist auch an dieser Stelle, aus Gründen des Schutzes persönlicher Daten, nicht meine erste Wahl, aber noch mangelt es mir für diesen Anwendungsfall an Alternativen.

 


Das sind sieben Wege mit denen ich Gadgets verwende, um mir mehr schöpferischen Freiraum zu erschaffen.

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer sein Glück versucht, Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten und setzt sein Wissen heute ein, um den Zukunftssektor Energiewirtschaft als Prozessmanager weiter nach vorne zu bringen. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Du findest Andreas auch auf Twitter.

%d Bloggern gefällt das: