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Was macht einen guten Job aus?

Die engen Grenzen der Arbeitswelt rauben unsere Motivation, Energie und Aufmerksamkeit. Im schlimmsten Fall führt das zur Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Weiterentwicklung.

Es geht mir in diesen Beitrag nicht darum irgend jemanden dazu zu animieren leichtfertig seinen Job zu kündigen, um sich selbstständig zu machen oder zum Beispiel mit dem Wohnmobil auf der Suche nach Erleuchtung durch die Welt zu reisen.

Arbeit ist wichtig. Ein guter Lohn ermöglicht uns Weiterentwicklung und schafft Stabilität, die eine wichtige Grundlage für Wachstum bildet. Darüber hinaus können wir uns an beruflichen Herausforderungen reiben und daran wachsen. In der Arbeit finden wir zudem Bestätigung für unser Handeln und erfahren wir Anerkennung.

Aber Arbeit ist nicht alles. Die weit verbreitete Vorstellung durch harte große Einsatzbereitschaft „Karriere zu machen“ und irgendwann „jemand zu sein“ ist irrsinnig.

Jeder Arbeitnehmer ist nur ein kleiner Bestandteil eines größeren Systems, das über eigene Grenzen und Regeln verfügt. Das System wird sich nicht für das Individuum ändern. Im Gegenteil, muss der Einzelne sich an das System anpassen und seinen Platz darin finden.

Diese Wahrheit wird oft ignoriert und die Kombination aus Aufopferung und Irrglauben über die Funkionsweise des Systems führt bei vielen Menschen zu Frustration. Denn wir wachsen mit dem Glauben auf Anführer, Rockstars oder erfolgreiche Unternehmer zu werden. Aber das ist schlicht und einfach nicht wahr. (Diese Vorstellungen werden unter anderem von Firmen vermarktet, die durch Weiterbildungen und Informationstransfer viel Geld verdienen.)

Davon unabhängig gibt es gar nicht genug Platz um jeden der ehrgeizig genug arbeitet zur Führungskraft aufsteigen zu lassen. Und wer sollte dann die Arbeit leisten, die das System am laufen hält?

Anstatt wilden Phantasien nachzujagen sollten wir berufliche Tätigkeiten ausüben, die den folgenden Kriterien entsprechen:

  1. Eine vertrauensvolle Atmosphäre, die es erlaubt Zweifel oder Missstände ohne Ängste auszusprechen
  2. Raum für autonomes Handeln
  3. Anerkennung für die geleistete Arbeit
  4. Möglichkeiten sich sowohl menschlich als auch fachlich weiterzuentwickeln
  5. Ein kollegiales Umfeld, in dem Du nicht daran gehindert wirst Dich zu entwickeln
  6. Eine Bezahlung, die unsere Lebenskosten deckt und Möglichkeiten zur finanziellen Vorsorge bietet
  7. Die Beschäftigung sollte langfristig dazu führen, dass die Anzahl der beruflichen Möglichkeiten zunimmt

Selbst wenn eine berufliche Aufgabe nicht 100 prozentig zu den eigenen Idealen und Zielen passt, tragen diese Faktoren indirekt zum persönlichen Wachstum bei und führen somit zu einem selbstbestimmten Leben.

Was macht für Dich einen guten Arbeitsplatz aus? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag, damit ich meine Gedanken ergänzen kann.

Vielen Dank!

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer das Glück gesucht und Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten. Heute setzt er sein Wissen ein, um den Zukunftssektor Energiewirtschaft als Prozessmanager weiter nach vorne zu bringen. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit seiner Ukulele, Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Hier erfährst Du mehr über Andreas und seine Motivation. Wenn Du über neue Beiträge informiert werden möchtest, kannst Du Andreas auf Twitter folgen.

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