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Einstieg in die JavaScript-Entwicklung

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Obwohl ich mich schon mit vielen Programmiersprachen beschäftigt habe,  habe ich immer einen großen Bogen um JavaScript gemacht. Die Sprache wirkte auf mich unelegant, unaufgeräumt und der Quelltext schwer nachvollziehbar. Doch nachdem ich mit Ruby on Rails und einigen Python Frameworks gearbeitet hatte und dabei immer wieder feststellen musste, dass ich nicht umhin komme, mich weiter mit Frontend-Technologien zu beschäftigen, führte für mich kein Weg mehr an JavaScript vorbei.

Für den ersten tiefer gehenden Kontakt hatte ich mich für den kostenlosen JavaScript-Kurs auf Codecademy entschieden. Er ist gut nachvollziehbar und machte mir deutlich, dass die Sprache relativ einfach und die grundlegende Syntax, der von C++ und Java nicht unähnlich ist. Der Kurs machte mir Lust auf weitere Experimente mit der Sprache.

Da ich meine Zeit bisher in das Erlernen von Backend-Technologien investiert hatte, fand ich es besonders motivierend die Ergebnisse meiner Arbeit direkt im Browser zu sehen. Wie sollte es weiter gehen? Die Manipulation von Seiteninhalten mit jQuery war für mich vorerst uninteressant. Oliver Hermanni, der für mich eine Art Mentor in der Web-Entwicklung ist, empfahl mir einige JavaScript-Frameworks. Darunter auch Phaser, ein gut dokumentiertes Framework zur Spieleentwicklung. Die zahlreichen Demos und freundliche Community machten mir den Einstieg leicht und so entstand in zwei Tagen mein erstes Spiel.

Für den schnellen Einstieg in JavaScript erscheint mir der Weg über den Codecademy-Kurs und ein Spieleframework genau richtig. So waren die Grundlagen schnell erlernt und erste Erfolge schon nach kurzer Zeit sichtbar. (Spätestens als meine Frau mein Spiel ausprobierte und noch eine Runde spielen wollte, war mir klar, was mir in all den Jahren fehlte. Fröhliche Gesichter beim Ausprobieren meiner Software!) Auch wenn mir der Einblick in die Spieleentwicklung viel Spaß gemacht hatte, war mir klar, dass ich mich langfristig eher mit ernsthaften Anwendungsbereichen beschäftigen wollte. Die Grundlagen von JavaScript kannte ich nun und ich war wieder auf der Suche nach einem roten Faden, an dem ich mich auf dem Weg zum professionellem Entwickler entlang hangeln konnte.

Es gibt unzählige spannende und innovative JavaScript-Frameworks. Was mich bei der Webentwicklung aber immer störte, war die strikte Trennung zwischen Front- und Backendtechnologien. Wieso musste ich meine Anwendungen mit PHP, Python oder <hier eine beliebige Programmiersprache einsetzen> entwickeln und mir dann einen Frontend-Entwickler dazu holen, oder selbst das komplette Frontend, mit mir eigentlich unbekannten Technologien umsetzen? Die Trennung von Frontend und Backend hat für mich schon immer einen Mehraufwand in der Umsetzung von Projekten und im zeitlichen Aufwand für das Erlernen von Programmiersprachen bedeutet. Und sie stellt in Startups und größeren Firmen einen wesentlichen Kostenfaktor dar.

Deshalb hat mich Meteor vom ersten Tag an begeistert. Endlich waren Anwendungen, die sehr viel JavaScript verwenden, für mich nachvollziehbar strukturiert. Endlich konnte ich Webanwendungen entwickeln, ohne zwischen vier verschiedenen Sprachen wechseln zu müssen! Meteor ist für mich im Augenblick, die Technologie nach der ich immer gesucht habe. Wahrscheinlich werde ich den Großteil meiner nächsten Projekte damit umsetzen. Langfristig würde ich mir wünschen, wenn sich dieses Framework zu einem Rails-Killer entwickelt und noch mehr Aufmerksamkeit von Firmen und vor allem Startups erhält.

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer das Glück gesucht und Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten. Im Moment meistert er die Herausforderungen eines Product Owners in der Business Intelligence der OTTO Group. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit seiner Ukulele, Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Hier erfährst Du mehr über Andreas und seine Motivation. Wenn Du über neue Beiträge informiert werden möchtest, kannst Du Andreas auf Twitter folgen.