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Things I have learned – Woche 34

Was ich diese Woche gerlernt habe:

1. Eine persönliche Retro

Nachdem ich diese Woche im Job an einer sehr guten Retro teilgenommen habe und unser Agile Coach mich nochmal an das “Things I have learned”-Konzept erinnert hat, habe ich beschlossen jede Woche eine kleine Retro durchzuführen. Darin beantworte ich mir die folgenden vier Fragen schriftlich:

  1. Was lief gut?
  2. Was lief nicht gut?
  3. Was habe ich gerlernt?
  4. Welche Ideen hatte ich?

Als Tool benutze ich Apple’s Notizen App, weil sie auf all meinen Geräten synced und ich damit jederzeit Notizen zur aktuellen Woche festhalten kann.

2. Retros auch zwischendurch durchführen

In der Regel führt man eine Retrospektive erst am Ende eines Projekts oder eines Sprints durch. Aber was wenn die Kooperation mit einer Partei, von der der eigene Erfolg abhängt, gestört ist?

Wenn die Lösungsfindung mit Kooperationspartnern stockt, kann es helfen eine Retro durchzuführen, um die wahren Gründe für Hindernisse zu erfahren.

Der offene Dialog in einem geschütztem Raum hilft das gegenseitige Verständnis zu stärken und konstruktiv nach Lösungen für festgefahrene Situationen zu suchen. Das gegenseitige Vertrauen wird gestärkt, wenn man merkt, dass jeder nach bestem Wissen und Gewissen handelt.

3. Schnelle Eskalation kann helfen

Wenn ich bei Verhandlungen auf kollegialer Ebene keine Fortschritte erziele und gemeinsam keine Entscheidung herbei geführt wird, kann es helfen gemeinsam alle Optionen, mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen, auszuformulieren und diese an die nächst höhere Ebene zu kommunizieren.

Indem ich frühzeitig von “Oben” eine Entscheidung einfordere, spare ich Zeit und vermeide ich unnötigen Frust bei mir und meinem Gegenüber.

Eskalation wird zu oft als letztes Mittel einer Verhandlung angesehen und mit einer „Peitsche“ gleichgesetzt, mit der man lange droht, ehe man sie dann anwendet. Das ist Quatsch – denn Eskalation kann auch bedeuten, dass man sich darüber einig ist, gemeinsam keine zu Lösung finden, obwohl beide Parteien ernsthaft daran interessiert sind.

4. Standard-Aktionen für Tasks mit dem Status „Pending“

Im Scrum oder Kanban kann die Anzahl an Tasks, bei denen es gerade nicht vorwärts geht und die deshalb den Status „Pending“ haben, schnell ansteigen, wenn man nicht weiß wie man einen Fortschritt herbei führt.

Es gibt drei mögliche Arten zu reagieren, wenn der eigene König im Schach steht:
Ihn Wegziehen, die Bedrohung schlagen oder etwas zwischen den König und die Quelle der Gefahr stellen.

Solche Standardaktion lassen sich auch für Pending-Tasks definieren. 

Sie könnten lauten: 

  1. Zulieferer per Mail kontaktieren
  2. Zulieferer anrufen
  3. Zulieferer persönlich ansprechen
  4. Um zu klären was nötig ist, damit es weiter geht:
    Zeit, Wissen, Motivation, Priorisierung 

Daraus ergibt sich dann die nächste Aktion.

5. Überangebot schadet der Produktivität und Kreativität

Beim Spielen mit meinem Sohn und bei der Auswahl an Büchern, die ich lese, musste ich erneut feststellen, dass ein Überangebot an Dingen, die mir zur Auswahl stehen, absolut schädlich für meine Kreativität und Produktivität ist.

Zu viele Bücher und Zeitschriften, zu viele Gadgets, zu viel Spielzeug, zu viel Auswahl. Am Ende nutzte ich nichts davon richtig und kann auch nichts von alledem wirklich wertschätzen.

Deshalb muss ich immer wieder aussortieren und alles was ich jetzt gerade nicht benötige aus meinem Blickfeld verbannen. Bis schließlich nur noch das übrig bleibt womit ich mich jetzt gerade beschäftigen möchte.

Diese eine Sache bekommt dann meine volle Aufmerksamkeit.

(Bei Kleidung finde ich es allerdings hilfreich etwas mehr Auswahl zu haben. Diesen Bereich meines Lebens würde mein minimalistischer Ansatz nicht abdecken.)

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer das Glück gesucht und Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten. Im Moment meistert er die Herausforderungen eines Product Owners in der Business Intelligence der OTTO Group. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit seiner Ukulele, Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Hier erfährst Du mehr über Andreas und seine Motivation. Wenn Du über neue Beiträge informiert werden möchtest, kannst Du Andreas auf Twitter folgen.

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