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HCIW2014 Lessons Learned

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Das Health Care Innovation Weekend war auch in diesem Jahr eine großartige Veranstaltung und bot viel Raum für neue Erfahrungen. Hier möchte ich meine Erkenntnisse kurz zusammenfassen.

Allgemeines

  • Die Freigetränke sind unheimlich lecker und gute Muntermacher. Man sollte allerdings aufpassen, dass man sich nicht damit „vergiftet“. Zu viel Zucker, Koffein und Alkohol (den man nicht schmeckt) hindern die Produktivität und Konzentration auf Dauer. Das klingt banal, kann aber wichtig werden, möchte man einen klaren Kopf bewahren.

Arbeiten im Team

  • Bei einem Startup Weekend ist es wie im echten Leben: Ohne ein gut funktionierendes Team wirst du deine Idee kaum umsetzen können. Deshalb gibt es bei der Arbeit im Team einiges zu beachten.
  • Achte bei der Zusammenstellung darauf, Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Kompetenzen zusammen zu bringen. Wenn es sein muss würde ich mich für einen Generalisten weniger als zu viel entscheiden. Was die Größe des Teams angeht, habe ich Gruppen zwischen 3 und 6 Personen als sehr angenehm empfunden. Darüber hinaus werden Abstimmungsprozesse schwierig.
  • Falls nach den Pitches mehrere Gründungsideen zu einer kombiniert werden, sollte man sich so schnell wie möglich darauf einigen, auf welche Kerngedanken man sich konzentriert und welche über Bord gehen. Im Zweifelsfall muss man seine Ideen entweder zurückstellen oder das Team rechtzeitig verlassen, um die eigenen Ziele zu verfolgen.
  • Man sollte sich darin üben, den anderen Teilnehmern wirklich zuzuhören. Nur so kann man sie und ihre Motivationen verstehen und ihre Potentiale nutzen. Allerdings sollte man nicht jeden Ratschlag sofort befolgen. Auch wenn er von Mentoren kommt und man ihnen vielleicht etwas vor den Kopf stößt, wenn man einen gut gemeinten Rat ablehnt. Ein Startup Weekend ist einfach zu kurz, um alles auszuprobieren und es jedem Recht zu machen.
  • Viele Entscheidungen werden getroffen und anschließend revidiert. So manche Arbeit wird hinfällig und man gelangt schnell an den Punkt, alles sei irgendwie sinnlos. Auch wenn es haarig wird, sollte man niemals den Glauben an die Sache verlieren, sondern immer weiter an deren Umsetzung arbeiten. Während einer Durststrecke sollte man nicht das Team nach unten ziehen, sondern sich stattdessen jemanden suchen, der einen mitreißt. Erst ganz am Ende ergibt sich das große Ganze und man fühlt sich unheimlich stolz.
  • Let it go. Anstatt im Bemühen alles zu organisieren, für Unruhe zu sorgen, muss man sich manchmal einfach zurück halten und andere arbeiten lassen.

Der Pitch

  • Man kann es gar nicht oft genug sagen: Bilder vermitteln Botschaften wesentlich besser als Worte!
  • Baue nur einen Prototypen, wenn dafür wirklich alle Kompetenzen vorhanden sind. In der Regel hat man ohnehin nicht genügend Zeit, um der Jury eine App vorzuführen. Stattdessen sind Alternativen, wie Klick-Dummys vorzuziehen und die Zeit ist im Research und der Entwicklung des Geschäftsmodells besser investiert.

Nach dem Weekend ist vor dem Weekend

  • Lerne mit Enttäuschung umzugehen und sei ein guter Verlierer. Jedes Team hat unglaublich hart an der Umsetzung seiner Idee gearbeitet und das gilt es zu respektieren.
  • Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Judges ihre Entscheidungen nicht immer aus offensichtlichen Gründen treffen. Nur weil du mit deinem Produkt nicht gewonnen hast, bedeutet das nicht, dass die Welt es nicht braucht. Also lass dich nicht entmutigen! (Vielleicht ist dein Produkt aber auch einfach wirklich schlecht und du solltest dir besser etwas anderes einfallen lassen.)
  • Wende den MVP-Ansatz auf dich selbst an und bitte deine Team-Mitglieder zum Beispiel via Facebook um Feedback. Nur so kannst du besser werden.
  • Ermutige die anderen Teilnehmer zum Weitermachen und gib ihnen positives Feedback. Und: Schreibe über deine Erfahrungen!

Hier findest du Bilder vom HCIW.

 

Du willst mehr erfahren?
Hier findest du eine kurze Zusammenfassung meiner Erfahrungen vom Hamburg Startup Weekend 2013.

Autor:

Andreas hat Geschichte, Informatik und Pädagogik studiert, als Programmierer das Glück gesucht und Unternehmen in der Digitalen Analyse beraten. Im Moment meistert er die Herausforderungen eines Product Owners in der Business Intelligence der OTTO Group. Wenn er neben Beruf und Familie Zeit für sich findet, verbringt er diese mit seiner Ukulele, Experimenten, Lesen und (manchmal etwas) zu viel Nachdenken. Hier erfährst Du mehr über Andreas und seine Motivation. Wenn Du über neue Beiträge informiert werden möchtest, kannst Du Andreas auf Twitter folgen.